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Erich Kästner Virtualmuseum – das erste Museum dreidimensional im Cyberspace Das einzigartige Baukastensystem des micromuseum® für Erich Kästner macht erstmals eine echt Übertragung in den Virtualraum möglich. Angesichts der einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen im neuen Jahrtausend steht auch die Institution Museum vor neuen Aufgaben und Zielsetzungen: Globalisierung, Ressourcenknappheit, Wahrnehmungsprozesse im medialen Zeitalter, kulturelle Identitätsfragen, außerschulische, generationsübergreifende Bildungskonzepte – das sind Herausforderungen, die auch im musealen Bereich ein grundlegendes Um- bzw. Neudenken erfordern. Das Erich Kästner Museum, für dessen neuartigen micromuseum®-Ansatz sein Urheber, der Architekt uns Künstler Ruairí O’Brien, den Ausstellungspreis der Kulturstiftung hbs 2002 erhalten hat, betritt als erstes Museum wahrhaftig dreidimensional die virtuelle Welt. Kunst, Kultur, Wirtschaft, verschiedene Wissenschafts- und Forschungsdisziplinen im Kontext des Brückenschlags zwischen Tradition uns Modernität zu vernetzen, war von Beginn an Anspruch des Museumsprojektes. Zu den Kernthemen von O’Briens ressourcensparender Architekturphilosophie gehören zwei Grundgedanken: Größe ist heute nicht mehr nur in m² zu messen; die Ausdehnung in den Virtualraum eröffnet unendliche Räume. Und: Nachhaltigkeit in der Kulturarbeit wird durch Bildung gewährleistet. Schon seit der Museumsgründung, 1999, arbeitet O’Brien/robarchitects an der Umsetzung des Virtualmuseums und für Erich Kästner einer neuen Bildungssoftware; seit 2002 entwickeln O’Brien und das Erich Kästner Museum gemeinsam mit dem Media Design Center der TU Dresden das Projekt. Der erste 1:1 Prototyp wurde zum Geburtstag Erich Kästners 2004 präsentiert, fertiggestellt werden soll das Projekt Erich Kästner Virtualmuseum im Februar 2006. Das Virtualmuseum setzt die räumlichen Gegebenheiten des micromuseum® und seine Gegebenheiten originalgetreu um, so dass sich der Besucher wie im realen Museum durch den virtuellen Raum bewegen und Verborgenes in den einzelnen Modulen erkunden kann, indem er z.B. Schubfächer öffnet und darin enthaltene Dokumente, Videos und Audiomaterial ansehen bzw. abspielen kann. Der Nutzer steuert selbst, was er sehen möchte und wie lange er dabei verweilt. Damit stellt das Virtualmuseum einen interessanten didaktischen Ansatz für Bildungssoftware dar, mittels derer man sich auf diese Weise neben Kenntnissen über Werk und Leben Erich Kästners, auch literaturhistorisches Wissen sowie zeitgeschichtliche Grundlagen im Kontext zu Erich Kästner erschließen kann. Fast spielerisch erschließt sich auf explorativem Wege dem Suchenden das Wissen, welches er sich Stück für Stück aus Mikroteilen zu einem Makrobild zusammenbauen kann. Und wie im realen Dresdner Erich Kästner Museum wird man in dem virtuellen Zwilling in eine komplexe Welt mit selbstbestimmter Intensität und Zeitdauer eintauchen können.
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